Akrapovic Slip-on Endschalldämpfer

montierter Akrapovic

Der Wunsch nach mehr Sound bzw. mehr akustischer Präsenz (gerade) im Stadtverkehr war schon länger da. Mit dem LeoVince LV One EVO2 habe ich einen ersten Versuch gemacht. Leider ging er mir nach ein paar tausend Kilometern doch etwas zu sehr auf die Nerven und war einfach zu „heftig“ was Lautstärke und Performance anging. Dank Phils Beschreibungen blieb mir der Akrapovic immer im Hinterkopf und ich hielt im Netz ausschau nach einer kostengünstigen Bezugsquelle.

Kürzlich stach mir dann ein sehr günstiges Angebot des http://www.akra-shop.de aus Dresden ins Auge und nach einigem Mailverkehr und einem Telefonat wechselte ein originalverpackter und neuer Akrapovic Endschalldämpfer in Rekordzeit den Besitzer.

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Nach dem Erhalt und dem Auspacken wanderte der Schalldämpfer samt Befestigungsmaterial direkt auf die Küchenwaage, weil mir das Paket fast schon lächerlich leicht für seine Größe vorkam. Erstaunt blickte ich auf diese Zahl: 2.090 Gramm.  Im Vergleich zum Originaldämpfer, der stolze 3.700 g auf die Waage bringt, ist das schon eine Gewichtsersparnis von immerhin 1.600 g. Zusätzlich zur Gewichtsersparnis verspricht Akrapovic mit der auf seiner Homepage veröffentlichten Leistungskurve einen Zuwachs von +0,5 kW ( bei 6.150 U/min) bzw. +1,4 Nm (bei 3.140 U/min). (Aus Mangel an Leistungsprüfständen muß ich diesen Wert mal als gegeben hinnehmen.) Die Verarbeitung des Schalldämpfers ist ordentlich, die Schweißnähte akkurat, saubere Vernietung – in sehr wertiger Gesamteindruck, vor allem dank der Karbonendkappe. Bei näherer Betrachtung fiel mir auf, dass der dB-Eater zwar generell demontierbar ist, aber ab Werk die Schraube mit einem Schweißpunkt gesichert ist. Ohne Einsatz einer Flex oder Dremels wird es also schwierig, der Umwelt mehr als nötig auf den Keks zu gehen. Finde ich persönlich gut!

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Für das unten verlinkte Vergleichsvideo wurde der Akrapovic ruck-zuck montiert und durch einen Druck auf den Anlasser zum Leben erweckt. Und ich war schon beim ersten Blubbern freudig gestimmt. Im direkten Vergleich zum LeoVince punktet der Akrapovic durch einen deutlich geringeren Lärmpegel im Stand als auch unter kurzen Gasstößen. Im Klangbild ist der Akrapovic deutlich basslastiger als der LeoVince. Während dieser regelrecht bellt bei Gasstößen, brummt der Akrapovic sehr sonor über das gesamte Drehzahlband. Im Klang ist er vergleichbar mit dem Originalauspuff im Schubbetrieb, dies aber eben auch beim Gasgeben und unter Last.

Im Fahrbetrieb und mit real anliegender Last erfüllte der Akrapovic zu 100% meine Erwartungen. Sowohl bei Ortsdurchfahren als auch auf Volllastpassagen war der Akrapovic zwar präsent, aber nie aufdringlich oder nervig. Der LeoVince war diesbezüglich auf langen Touren regelrecht anstrengend. Das Schnattern des LeoVince wich nun einem dezenten, aber angenehmen Blubbern und Stampfen des Akrapovic. Auf meiner heutigen Runde zeigte sich, das mein Plan zur besseren Bemerkbarmachung aufging. In einer 70er Zone fuhr ca. 150m vor mir ein Fahrradfahrer, der aufällig zeitig in Richtung Randlinie herüberfuhr, um mir zum Überholen Platz zu machen.

Im Größenvergleich ist der Akrapovic gegenüber zum LeoVince ein wahrer Riese. Fast schon verloren wirkt der kleine LeoVince. Der Akrapovic ist aufgrund der Karbonkappe etwas länger als der originale Hondaauspuff. Aber dank der Hexagonalform wirkt er trotzdem sehr sportlich, stylisch modern und schlank aus den unterschiedlichsten Perspektiven.

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Um ein endgültiges Fazit zu ziehen, ist es noch zu früh. Knapp 400 km ist der Akrapovic nun im Einsatz und ich bin mehr als zufrieden. Ausgiebige Mammuttouren stehen noch aus. Aber ich bin mir ziemlich sicher, das der „Nerv-Faktor“ im Vergleich zum LeoVince deutlich niedriger anzusiedeln ist. Ich bin zufrieden!

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